Aaron No.1

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Daten[Bearbeiten]

Allgemein

  • Hersteller: Aaron
  • Modell: No.1
  • Baujahre: 1989 - 2002
  • Hergestellt in: Deutschland
  • Farbe: Silber, gegen Aufpreis: Schwarz, Chrom, Gold
  • Typ: analog
  • Fernbedienung: nein
  • Leistungsaufnahme:
  • Abmessungen:
  • Gewicht:
  • Neupreis ca.: 1.990 Euro (Silber-Ausführung)


Anschlüsse

  • Anzahl der Eingänge:
    • Phono (DIN)
    • Aux (Cinch)
    • Tuner (Cinch)
    • CD (Cinch)
    • Tape In (Cinch)
  • Anzahl der Ausgänge:
    • Tape Out (Cinch)
    • Pre Out (Cinch)
    • 1 Lautsprecherpaar


Technische Daten

  • Dauerleistung (bei Klirrfaktor)
    • 8 Ohm: 2x 80 W
    • 4 Ohm: 2x 140 W
    • 2 Ohm: 2x 250 W
    • 1 Ohm: 2x 450 W
  • Dynamikleistung
    • 8 Ohm:
    • 4 Ohm:
  • Gesamtklirrfaktor:
  • Dämpfungsfaktor:
  • Frequenzgang:
  • Signalrauschabstand:
  • Stereokanaltrennung:
  • Klangregelung:
    • Bass: nein
    • Höhen: nein
  • Loudness: nein
  • High Filter: nein
  • Low Filter (Subsonic): nein
  • Mute: nein
  • Direct/Line-Straight: keine Klangregelung vorhanden


Besondere Ausstattungen

  • hier, wenn vorhanden


Bemerkungen[Bearbeiten]

Service Power-Module:[Bearbeiten]

  • bei 230V Netzspannung ca. +/- 41V Betriebsspannung im Leerlauf.
  • Ruhestromeinstellung: an den 5W-Emitter-Widerständen der der Ausgangsstufe - zwischen Ladeelkos und Kühlkörper - 2,5mV einstellen (entspricht etwa 16mA/1,5W Ruheleistung pro Kanal), dazu eine halbe Stunde aufwärmen bei 10W/8Ohm - und wieder abkühlen lassen. Eventuell nach mehreren Minuten ein paar Mal nachgleichen, bis der Wert (ohne Last/Signal!) auf +/- 0,1mV konstant bleibt.
  • Die ersten beiden Stufen des Power-Moduls sind komplementär-symmetrisch aufgebaut, Differenz- und Spannungsverstärker besitzen dabei eine stabilisierte 24V-Betriebspannung.
  • Diese Variante einer Art Compound-Darlington-Ausgangsstufe hat abgeschliffene TO3-Endtransistoren und TO220-Treiber. Verwendet wurden hier vermutlich (laut Herstelleraussagen selektierte, ist aber durch Messung nicht nachvollziehbar) Motorola MJ15015/MJ15016 (die im gleichen Datenblatt genannten größeren Brüder der Typen 2N3055/MJ2955: 15A 120V 180W - das lässt sich durch Nachrechnen und anhand der Chip-Form- und Größe bei aufgeschnittenem Gehäuse relativ gut nachvollziehen). Vermutlich schreibe ich übrigens nur, weil ich nicht autorisiert bin - Auf einigen Exemplaren der Endstufen wie der Treiber konnte man die Schrift noch klar erkennen. Der Ruhestromtransistor ist übrigens (sowohl aus Erfahrung, als auch nach dem erkennbaren Aufdruck) ein BD139, an dieser Stelle (Schaltung als einstellbare Zenerdiode) ist der genaue Typ aber eher unkritisch. Als schnellerer Endstufen-Ersatztyp geeignet wären z.B. auch MJW1302/MJW3281 (15A 200W). Dieser Typ hat eine weit höhere Grenzfrequenz, ist linearer und belastbarer als die Originaltransistoren, nur leider im TOP3-Gehäuse, das sich aber ohne große Schwierigkeiten an TO3-Kühlkörpern montieren lässt. Dazu müssen die Platinen-Bohrlöcher (Basis/Emitter) auf 1,5mm geweitet werden, eine passende Isolierscheibe ist nötig, das Befestigungsloch bekommt eine Schraube M3x16. Das andere Schraubloch wird mit Isoliernippel, Lötfahne und Sicherungscheibe sowie der Originalschraube versehen. Basis und Emitter müssen senkrecht nach unten gebogen werden, exakt so, dass kein Kurzschluß entstehen kann - das Kollektor-Bein wird gekürzt und mit der Lötfahne verlötet. Beschränkt möglich ist auch der Einsatz der 20A-Typen MJ15003/15004, diese sind aber langsamer als das Original und provozieren dadurch eventuell eine Schwingneigung.

Vorsicht! Leistungsschwache China-Transistoren mit gefälschtem Marken-Aufdruck erhältlich! Egal ob MJ15015, MJW3281 oder MJ15003 - Bitte nur gesicherte Qualität einsetzen, am besten auf Stromverstärkung gematchte Markenware.

  • Die Strombegrenzung der Endstufe ist auf einen Spitzenstrom von ca. +/-16A und einen Dauerstrom von ca. +/-4A ausgelegt, wurde bei späteren Powermodulen aber nicht mehr bestückt - da ohnehin für ihren eigentlichen Zweck nahezu wirkungslos, dafür aber klangmindernd.

Rechnet man die Strombegrenzung nach und beachtet die Eckdaten der Endtransistoren, so kann an der Herstellerangabe "450W an 1 Ohm" nicht alles stimmen, da fehlt meiner Meinung nach zumindest noch eine Zeitangabe - 450W für wie lange? Erstens würde hier längst (so im Modul vorhanden) die Strombegrenzung einsetzen, zweitens würde bei 450W an einem Ohm ein (effektiver Wechsel-) Strom von Wurzel aus 450 fließen (P=I2*R)... also über 21A, der Dachstrom beträgt sogar 30A. Selbst wenn man die zeitlich halbierten Verteilung der Leistung auf die beiden Endstufentransistoren bei Wechselstrom mit einbezieht, ist das schon der zulässige Maximalstrom der "output devices". Ein effektiver Durchschnittsstrom von 10A, 30A Spitzenstrom - für 15-A-Typen (deren Chip ist nur ca. 3,5mm im Quadrat groß) extrem grenzwertig! Meiner Meinung nach macht die Stufe 450W an 1Ohm jedenfalls nicht lange mit, soviel können außerdem auch nur Modelle ohne Strombegenzung überhaupt (kurzzeitig) abgeben.

  • Treiber sind BD243/BD244. Die Ausgangsstufe liegt mit den Kollektoren der Darlington-Pärchen am Lautsprecherausgang und besitzt eine Spannungsverstärkung von ca. 3. Bitte den Typ der Treibertransistoren nicht ändern, da sonst die Kompensation der Ausgangsstufe falsch angepasst ist.
  • Sollte sich nach Reparatur dennoch eine Leerlauf-Schwingneigung ergeben, wirkt dieser ein Zobel-Glied mit 10 Ohm/150nF direkt an den Lötfahnen der Lautsprecherbuchsen entgegen (das ist mein empirisch ermittelter Wert/Ort, ich habe auch werksreparierte Module mit angebautem 10Ohm/100nF Zobelglied auf der Unterseite gesehen).
  • Das unschöne Übersteuerungsverhalten (aussetzende Gegenkopplung durch Totzeit der Ausgangsstufe) kann man mit schnellen, niederkapazitiven Schottky-Dioden (min 90V! z.B SB190) jeweils in in Sperr-Richtung zwischen Kollektor und Basis der BD243/244 bezähmen. Es gibt auch spätere Module, bei denen die letzte Emitterfolger-Stufe (MPSA06/56) mit zwei Kondensatoren C-B (47pF, Miller Kapazität) kompensiert wurden - alles vermutlich wegen der grundsätzlich sehr langsamen, und dadurch phasendrehenden (=instabilen) Endstufe. Auch andere Kapazitäten des Moduls variieren über die Jahre, sowohl in den Werten, als auch bei den eingesetzten Typen. An machen Stellen wurden zeitweise auf der Unterseite zusätzliche Kondensatoren aufgelötet, so z.B. 2x100nF Folien an der stabilisierten Versorgung der Eingangsstufe, bzw. der o.g. 1nF Kondensator in der 1 zu 3 Vortreiber-Stufe.
  • Bei manchen Exemplaren sind die Roederstein Ladeelkos defekt (Blasen am Becher, stinken!), hier ist eine komplette Neubestückung aller Elkos von Vorteil (z.B. Panasonic HA/FM/FC).
  • Achtung: bitte beim No.1 50V-Ladekondensatoren einsetzen (Durchmesser max. 30mm), diese Elkos werden in der 40V-Originalbestückung bei 230V Netzspannung am Rande ihrer Spannungsfestigkeit betrieben.
  • Sollten durch einen Defekt die Widerstände in der Nähe der BD243/244 verbrannt sein: die beiden näher am Kühlkörper haben 100 Ohm, die beiden dahinter 470 Ohm (bitte nicht brennbare Typen einsetzen und Platine ausreichend reinigen!)
  • Achten Sie bitte vor Wiederinbetriebnahme auch darauf, dass die Kollektoren der Treiber- und Endtransistoren (in diesem Fall der Lautsprecher-Ausgang!) auf beiden Kanälen keinerlei Kontakt mit dem Kühlkörperblock haben, das würde zu unvorhersehbaren Effekten führen.

Weitere Modelle der gleichen Serie:

Bilder[Bearbeiten]

Berichte[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]

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