Lexikon Bezugspegel

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Pegel, der als Bezugspunkt beim Einmessen bzw. Einpegeln (auch Kalibrieren genannt) von Anlagen verwendet wird. Dieser ist oftmals in einer Norm oder technischen Richtlinie festgelegt.

Für das Einpegeln von Aufzeichnungs- oder Wiedergabegeräten sind in der Regel Tonträger erhältlich, die mit dem Bezugspegel aufgezeichnete Signale enthalten. Beispiele sind Meßschallplatten oder Meßtonbänder. Weiterhin gibt es kalibrierte Generatoren, mit denen Signale mit Referenzpegel erzeugt werden können. Diese sind in manchen Geräten als Hilfsmittel eingebaut.

Der Bezugspegel ist in der Regel nicht der maximale Pegel zu dem ein Gerät in der Lage ist. Der maximale Pegel eines Gerätes (Aussteuerungsgrenze) ist der Pegel, bis zu dem eine verzerrungsfreie bzw. verzerrungsarme Verarbeitung des Tonsignals möglich ist. Wird dieser Pegel überschritten, so steigen die Verzerrungen rasch an (Übersteuerung). Zur Aussteuerungsgrenze wird daher in der Praxis ein gewisser Abstand eingehalten (Headroom bzw. Aussteuerungsreserve), um Raum für kurzzeitige Signalspitzen zu haben, ohne daß diese gleich verzerrt würden.

Es gibt je nach Anwendungsfall verschiedene internationale oder nationale Normen und Vorschriften für die Bezugspegel. Für den Hifi-Bereich gelten z.B. die Vorschriften über den Line-Level, nebst weiteren Normen z.B. für Mikrofone und Plattenspieler. Auf Aussteuerungsanzeigen ist der Bezugspegel oft besonders markiert.

Siehe auch die Wikipedia-Artikel: Bezugspegel und Kalibrierung