Accuton Cell Serie

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Beschreibung[Bearbeiten]

Die Cell-Serie von Accuton beinhaltet sehr hochwertige Hoch-, Mittel- und Tieftöner.
Als Besonderheit wurde bei der Entwicklung aller Chassis erstmals von einem Hersteller darauf geachtet, dass die akustischen Zentren aller Chassis identisch ausgelegt wurden. Dies führte insbesondere bei den Tieftönern zu der sehr ungewöhnlichen Konstruktion von Basskalotten. Dementsprechend kann eine zeitkohärente Wiedergabe trotz gerader senkrechter Schallwand erreicht werden.
Die Anregung zu dieser Konstruktionsvorgabe kam von Michael Weidlich, Firma Myro, da die Gehäusekonstruktionen zeitrichtiger Lautsprecher bei Verwendung dieser Chassis vereinfacht werden können. Die Chassis kommen entsprechend in der Myro Amur Serie zum Einsatz.
Michael Weidlich über Dirk Vaehsen, Entwickler bei Thiel: "Ich habe ihm mit meinen Anforderungen an eine zeit-/signalrichtige Wiedergabe in den Ohren gelegen. Unsere Vorstellungen diesbezüglich sind deckungsgleich."

Auch das Verzerrungsniveau der Chassis ist extrem niedrig. Die generellen Anforderungen an eine Lautsprechermembran lauten: Sie soll im Wesentlichen leicht, steif und mit hoher innerer Dämpfung versehen sein. Da sich diese Forderungen konstruktiv gegenseitig widersprechen, sind alle konventionellen Membranmaterialien stark kompromissbehaftet und bezüglich einer oder sogar zwei der genannten Forderungen als unbefriedigend zu bezeichnen. Das spezielle Material von Accuton ermöglicht es nun, alle drei oben genannten Forderungen weitgehend zu erfüllen. Geeignete Wahl und Bearbeitung der Alufolie ermöglicht sehr dünne (bis zu kleiner 50 µm) und damit sehr leichte Formteile. Durch die extreme Härte (Mohs’sche Härte 9) des Materials bekommt man sehr formstabile Membranen, die in ihrem Masse / Steifigkeits-Verhältnis nur noch von Beryllium (hochgiftig und nicht verwendet) und CVD-Diamant (wird ebenfalls in hochqualitativen ACCUTON Hoch- und Mitteltönern verbaut) übertroffen werden.

Die vergleichsweise hohe innere Dämpfung der Keramikmembran wird durch den speziellen Produktionsprozess garantiert. Da die Oxidation von beiden Seiten zur Materialmitte hin fortschreitet, bildet sich eine Grenzfläche in der Mitte der Membran. Diese besteht letztendlich aus zwei miteinander verzahnten Teilmembranen, die sich gegenseitig bedämpfen. Die genannte Porenbildung führt überdies dazu, daß weitere Grenzflächen quer dazu entstehen. Diese schaumartige Mikrostruktur hat eine deutlich bessere innere Dämpfung als beispielsweise ein gesintertes Keramikteil oder jene zahllosen als "Keramikmembran" bezeichneten Fälschungen, die lediglich eine mehr oder weniger beschichtete Oberfläche aufweisen und im wesentlichen die Eigenschaften des Grundmaterials behalten.

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