Nordmende

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NORDMENDE
Rechtsform OHG (Vertrieb) / KG (Produktion)
Gründung 1949 (Nachkriegsgesellschaft)
Auflösung 1978 (Verkauf)
Sitz Bremen, Deutschland
Leitung Martin Mende
Mitarbeiter 5.800 (1977)
Website https://www.nordmende.eu/de/


Unternehmensprofil[Bearbeiten]

NORDMENDE, exakt Norddeutsche Mende Rundfunk KG (Produktion) und NORDMENDE Vertriebs-GmbH & Co. OHG (Vertrieb), war von 1947 bis 1977 ein eigenständiger Hersteller von Unterhaltungselektronik. Vorläufer war die Radio H. Mende & Co. aus Dresden, gegründet 1923 von Otto Hermann Mende (1885–1940). Im Jahre 1937 kam jedes dritte in Deutschland hergestellte Radiogerät von Radio Mende. Neben Rundfunkgeräten gehörten auch Transmitter, Fernschreiber, Feldfernsprecher und Verstärker zum Fertigungsprogramm. In den Kriegsjahren erfolgte die Umstellung der Produktion auf Rüstungsgüter wie Funkgeräte oder Bombenzünder. Ab 1978 war NORDMENDE - neben SABA und Telefunken - Teil des Thomson-Brandt-Konzerns.


Gegründet 1947 mit 18 Mitarbeitern in den ausgebombten Fabrikhallen der Focke-Wulf-Flugzeugwerke in Bremen-Hemelingen wuchs das Unternehmen rasch zu einem der bedeuteten Unternehmen der Unterhaltungselektronik. Mitte der 50er Jahre erfolgte der erste Umzug in größere Produktionshallen in Hemelingen (in die Dietrich-Wilkens-Straße). Am 03. Juli 1957 erfolge der Einzug in das neue, 12.000 m² große, Fernsehwerk, die seinerzeit modernste Fabrik für Fernsehgeräte in Europa. Die Mitarbeiterzahl betrug ca. 2.500 Mitarbeiter (zum Vergleich: SABA ca. 1.600 Mitarbeiter inkl. Telefonbau, Grundig ca. 8.600 inkl. Tonbandfertigung und Studiotechnik sowie der Bürotechnik (Triumph-Adler)). Durch die steigende Nachfrage wuchs das Unternehmen und eröffnete Zweigwerke in Norddeutschland: Wildeshausen (1964), Bremerhaven (1969), Sittensen (1970) und Verden (1972). NORDMENDE galt als innovativ und marktführend in der Technologie. So kam der erste Fernseher mit kabelloser Ultraschallfernbedienung 1961 von NORDMENDE.


Ein weiterer Geschäftszweig, neben der Unterhaltungselektronik, war die Entwicklung und der Bau von Messgeräten. Dieser Fachbereich firmierte unter "Elektronische Mess- und Prüfgeräte - Industrieelektronik" und war, neben gängigen elektrischen Messgeräten, auch Hersteller von z.B. Gaswarngeräten. Jedoch konnte bei den Sondermessgeräten, im Gegensatz zu den Standardgeräten, Signalgebern und Oszilloskopen, kein Erfolg am Markt erreicht werden.


Das Unternehmen wurde 1977 an den Thomson-Brandt-Konzern verkauft. Der Markenname NORDMENDE wurde in den 90. Jahren nach und nach durch Thomson ersetzt und ist schließlich ganz vom Markt verschwunden.

Seit 2007 vermarktet der indische Unterhaltungselektronik-Konzern Videocon wieder Geräte unter dem Markennamen NORDMENDE. Dieser hatte die entsprechende Markenrechte erworben.

Am 05.04.2017 hat die Fa. TechniSat bekannt gegeben, die Lizenz zur Nutzung der Marke NORDMENDE für Deutschland, Österreich, Schweiz sowie Polen vom Markeninhaber Technicolor S.A. erworben zu haben.

Produkte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Presse[Bearbeiten]

Aus der Hauszeitschrift:

Datei:Nordmende Am Mikrophon 1955 08 26.pdf


Scan-170402-0001.jpg

Weser-Kurier vom 31.03.2017

[Manager Magazin: 23.08.2001 Tote Marke - Nordmende Verblasster Stolz]


[Pressemitteilung vom 05.04.2017 TechniSat erwirbt die Lizenz zur Nutzung der Marke Nordmende]

Bilder[Bearbeiten]

Nordmende-logo 1.jpg

Logo bis 1979

Nordmende-Leuchtreklame 50er.jpg

Nordmende-Leuchtreklame 50er Nacht.jpg

Leuchtreklame 50. Jahre


Nordmende-tor.PNG

Altes Pförtnergebäude, mittlerweile abgerissen


Nordmende-werk aus katalog.PNG

Werksansicht aus altem Katalog. Die Hallen nutzt aktuell die Daimler AG


Nordmende alte front.jpg

Hauptgebäude mit Firmenlogo aus altem Katalog


Nordmende dunkel.jpg

Hauptgebäude bei Nacht


Nordmende 30 Jahre danach.jpg

Hauptgebäude am 13.07.2017, ca. 30 Jahre nach dem Produktionsende.


Nordmende 30 Jahre danach reklame.jpg

Das Gestell, wo einst die Leuchtreklame thronte, ist noch auf dem Dach zu sehen.