AEG Bandmaschinen

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Geschichte[Bearbeiten]

Fritz Pfleumer entwickelte 1928 im Hause AEG ein Gerät, mit dem die Lautschriftträger abgespielt werden konnten. Die Idee dazu entstand, wie so oft in der Geschichte, aus ganz anderem Anlass: Er entwickelte für die Dresdner Zigarettenmaschinenfabrik Universelle eine Möglichkeit, einen Bronzeüberzug auf das Papiermundstück der Zigarette aufzutragen. Aus dieser Idee ergab sich der Versuch, das Ganze mit Eisenstaub anstelle von Bronze zu versuchen - das Tonband unter der Patentnummer DRP 54430 anstelle des Stahlbandes war geboren.

Dieses "Tonband" wurde 1932 von Eduard Schüller zu einem ersten Seriengerät weiterentwickelt. Sein Entwicklungsschwerpunkt lag dabei auf dem Tonkopf und führte zum Patent "Magnetisierungskopf für Längsmagnetisierung von Magnetogrammträgern" und wurde im Dezember 1933 eingetragen. Die BASF unterstützte die Entwicklung in Richtung eines verbesserten Bandes auf der Trägerbasis aus Kunstsoff.

Mit Unterstützung des Berliner Kollegen Theodor Volk konnte das Gerät fertigentwickelt werden. Als große Herausforderung stellte sich der Bandlauf heraus, insbesondere beim Spulen rissen die Bänder. Dieses Problem wurde durch den Einsatz von 3 Motoren gelöst. Auf der Funkausstellung im August 1935 konnte die AEG dann Premiere feiern und das erstes funktionierende Tonbandgerät der Welt, das AEG Magnetophon K1, präsentieren.


Im Zuge der Neustrukturierung nach dem Kriege übergab die AEG das Magnetophon-Geschäft zum 1.10.1954 an die Konzerntochter Telefunken.

AEG K-Serie[Bearbeiten]

Das 1932 entwickelte Gerät wurde bis zum Jahre 1935 weiterentwickelt und auf der Funkausstellung in Berlin als erstes industriell gefertigte Spulentonbandgerät / Bandmaschine der Öffentlich vorgeführt. Leider wurden alle 4 Geräte durch einen Brand in der Ausstellungshalle zerstört, es konnte jedoch mit verbliebenen Teilen ein weiteres (fünftes) Gerät gefertigt werden. Von diesem Gerät existieren keine Fotos. Im Netz tauchen Fotos auf. Diese sind jedoch Nachbauten oder Retuschen. Auch das in späteren TELEFUNKEN-Prospekten gezeigte Gerät ist ein K2-Typ, werbewirksam als „erstes Tonbandgerät der Welt“ bezeichnet. Das "K" beziht sich auf Kofferbauweise, also ein transportables Gerät.


AEG FT-Serie[Bearbeiten]

Die Geräte wurden auch als FT-Gerät angeboten. Der Unterschied liegt im Gehäuse: das FT-Gerät wurde in ein dekoratives Holzgehäuse eingebaut und war für den stationären, also feststehenden Betrieb gedacht. Ein Unterschied ist auch die abgesetzte Bedieneinheit, heute würde man Fernbedienung (Geber) sagen. Während in den Koffergeräten die Knöpfe zum Start / Stopp etc. im Gerät integriert waren, wurde bei der FT-Serie eine abgesetzte Bakeliteinheit mitgeliefert. In dieser befanden sich in etwas gefälligerem Design die kabelgebundenen Bedienknöpfe. Zusätzlich wird über ein Potentiometer am Gerät die ungefähre Bandposition an ein Voltmeter übermittelt, so dass man an der Bedieneinheit auch den Fortschritt des Bandlaufes verfolgen kann (quasi ein elektrisches Zählwerk).

Zielgruppe waren die neuen Rundfunkanstalten aber auch Betreiber von Veranstaltungssälen zur Aufnahme von Reden aller Art oder Theaterstücken als Hörspiel. Auch eine Diktierfunktion ist denkbar, aber aufgrund des Preis-Leistungsverhältnis eher unwahrscheinlich.